Kurz und bündig ausgedrückt: damit sie dir nicht immer wieder erneut begegnen. Nur zu einem Teil unserer Blockaden haben wir einen bewussten Zugang. Meist liegt der größere Teil unentdeckt, weil unbewusst, auf mentaler, emotionaler, energetischer und spiritueller Ebene.

Um sich besser vorstellen zu können, wie eine Blockade entsteht, beschreibe ich diesen Prozess an einem Beispiel:

Stell dir vor, du bist ein Kind im Alter von sechs Jahren. Du besuchst mit deiner Familie deine Tante, die einen weißen kleinen Hund besitzt. Du bist sofort von diesem süßen Wollknäuel begeistert und willst den Hund streicheln. Anfangs freut sich der Hund und lässt die Streicheleinheiten zu, aber dann, ganz unvermittelt, beißt er dir in die Hand.

Was dann passieren kann, ist Folgendes:

Diese Tante und „weißer, kleiner Hund“ sind negativ belastet. Möglicherweise fasst du den Beschluss, nie wieder einem Hund zu vertrauen. Vielleicht festigt sich in dir der Glaube: „Kleine Hunde sind hinterlistig und gefährlich.“ Und vielleicht entwickelst du die unbewusste Strategie: „Bevor mich ein Hund beißen kann, mache ich einen großen Bogen um alle Hunde.“

Alle Beschlüsse, Regeln, Glaubenssätze und Strategien wandern direkt in unser Speicherbewusstsein, dass wir auch das Unbewusste nennen. Wenn wir nochmals eine ähnliche Erfahrung machen, in der wir plötzlich und unerwartet von einer scheinbar freundlichen Person angegriffen werden, dann kommt es zu Verknüpfungen, die diese These untermauern. Es entsteht ein noch stärkerer Glaubenssatz, wie z.B.: Misstraue allem, was erst einmal lieb und nett erscheint.

All diese abgespeicherten Erfahrungen liegen tief in uns vergraben. Und manchmal wundern wir uns, dass schon ein kurzer Augenblick genügt - ein Foto, eine Bemerkung, ein Blick, der uns an ein abgespeichertes Erlebnis erinnert- um uns dann unverhältnismäßig reagieren lassen oder uns in eine wohlbekannte negative Stimmungslage versetzt. All diese hinderlichen Gedankenmuster binden Energie und blockieren den freien Fluss der Lebensenergie.

Mögliche Verhinderer können sein:

  • Glaubenssätze,
  • Selbst- und Fremdkonditionierungen,
  • Unbewusste Beschlüsse, die du selbst gefasst hast, oder die du von anderen übernommen hast,
  • negative Erfahrungen,
  • unangenehme Ereignisse, die im Unterbewusstsein vergraben sind,
  • vererbte Gefühle

Wenn du dann beispielsweise sagst: „Nie wieder will ich das erleben“, dann erschafft dein Widerstand genau diese Erfahrung erneut. Ziel sollte es sein, den Ursprung der Blockade zu „ent-decken“ und diese dann zu lösen.

Was auch immer sich im Außen als Problem, Symptom, Herausforderung zeigt, hat seinen Ursprung in unserem Inneren.